Kulturverein Neckargemünd e.V.

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Visionen brauchen Mut

Konzept für ein Kulturzentrum als Beitrag zur Altstadtentwicklung in Neckargemünd

Der Arbeitskreis Reichenstein / Denkmalschutz im Kulturverein Neckargemünd hat sich im Zuge der allgemeinen Diskussion um die Altstadtentwicklung nach dem Tunnelbau Gedanken über ein Konzept zur Belebung der Altstadt gemacht.
Einigkeit dürfte ja wohl inzwischen allgemein darüber herrschen, dass mit den Planungen bereits jetzt und nicht erst nach Beendigung der Baumaßnahmen in einigen Jahren begonnen werden muss.
Für den Denkmalschutz setzt sich der Kulturverein seit Jahren ein und fordert auch immer wieder - zum Beispiel bei der Stadtmöblierung - langfristig sinnvolle Lösungen zugunsten eines stimmigen und einladenden Stadtbildes.
Das folgende Konzept hat der Arbeitskreis in einem Schreiben an Herrn Bürgermeister Althoff sowie den einzelnen Stradträten vorgestellt und ist von der offiziell für die Altstadtentwicklungsplanung beauftragten Beratungsfirma  bereits im Herbst 2000 als Diskussionsanregung aufgenommen worden.

"Museumszentrum in der Altstadt"Luftbild Museumsareal

Neckargemünd hat keine wesentlichen Industrieansiedlungen, wenige Handwerksbetriebe und keine ausgeprägten Handelsplätze; die wirtschaftliche Bedeutung Neckargemünds ist eher von geringer Strahlkraft.
Jedoch ist die Stadt Anlaufpunkt zahlreicher Touristen, nicht zuletzt deshalb, weil sie selbst touristisch attraktiv ist, zu den "Romantischen Vier im Neckartal" gezählt wird und an beliebten Fahrrad- und Wanderrouten liegt.
Außerdem weist Neckargemünd eine Vielzahl von Bildungseinrichtungen und Kulturveranstaltungen auf
Die Stadt verfügt über eine hohe Dichte kulturell interessierter Bürger, nicht zuletzt durch die große Anzahl hier wohnender Akademiker.
Die Kaufkraft der hier lebenden Bevölkerung darf als hoch angesehen werden.
Dennoch krankt Neckargemünd seit Jahren daran, dass seine Bürger nur begrenztes Interesse an der Stadt selbst zeigen und auch ihr Geld anderweitig ausgeben.

Hierzu passt die Formulierung des Deutschen Städtetages und des Europarates aus den 70er (!) Jahren:
Die Stadt muss als ein Ort begriffen und konzipiert werden, der Sozialisation, Kommunikation und Kreativität in gleicher Weise ermöglicht.
Die Stadt darf nicht nur "profitable Nutzungsarena" sein, sondern eine "Behagen vermittelnde Kulturlandschaft" Dies muss eine der Hauptaufgaben der kommunalen Entwicklungspolitik sein.
Der Kulturverein ist deshalb der Auffassung, dass die kulturelle Attraktivität der Stadt erhöht werden muss; das hätte mehrere Effekte:

    a) bessere Identifikationsmöglichkeiten der Bürger mit ihrer eigenen Stadt
    b) Verbesserung des Angebotes für Touristen
    c) kommerzielle Belebung der Innenstadt als Folge kultureller Aktivitäten
    d) Integration dringend notwendiger Denkmalschutzmaßnahmen in ein  GesamtkonzeptMuseum im Alten Rathaus vom Museumsgarten aus

Der Kulturverein schlägt für den Bereich "Organisation von Kultur und Touristik in Neckargemünd" folgendes langfristige Konzept vor:

1. Museum im Alten Rathaus

Touristisches Schaufenster als zentraler Anlaufpunkt für :
- Veranstaltungen, Besichtigungsobjekte, Wandervorschläge, kulturelle Adressen
- Kooperation zwischen den Kulturträgern
- "Kulturzentrum" Museum im Alten Rathaus

Dazu sind folgende Maßnahmen erforderlich:
- Öffnung der Touristik-Information nach außen (Touristik-I  an der Außenwand, Schaufenster zur Hauptstraße hin)
- Kommunikationszentrum: Museums-Shop, Café, Raum für kleines Theater oder museumspädagogi- sche Aktionen usw.
- Vergrößerung des Museumsmagazins und Kulturbüros
- Möglichkeit eines kleinen Büros für den Kulturverein und sein Archiv
- Ausdehnung der aus allen Nähten platzenden Dauerausstellung in größere Räume (s. Punkte 3 und 5)Museumsgarten

 

2. Museumsgarten

- Belebung des Gartens durch bessere Einbindung in einen Gesamtkomplex

 


 

3. Museumserweiterung im ehemaligen Spital (Altes Finanzamt)Altes Finanzamt

- Das Gebäude in der Spitalgasse befindet sich im Besitz der Stadt: es wird zur Zeit in Form  von Sozialwohnungen nur teilweise genutzt. Dieses Gebäude müsste aus Denkmalschutzgründen und wegen des schlechten baulichen Zustandes dringend saniert werden. Es könnte als Museum genutzt werden und würde so eine harmonische Einheit mit dem Museumsgarten und dem Alten Rathaus bilden.
Im Verlauf der letzten Jahre gab es mehrere interessante Angebote für große Daueraus- stellungen, die wegen Platzmangels abgelehnt werden mussten. Zur Zeit liegt eine Anfrage zur Aufnahme einer äußerst seltenen und wertvollen privaten Sammlung vor, mit deren Präsentation sich eine Stadt wie Neckargemünd in der hiesigen Museumslandschaft einen besonderen Namen machen könnte.  Grundbuchamt

4. Grundbuchamt als neue Bücherei?

 - Die räumliche Enge im Alten Rathaus erfordert über kurz oder lang
   eine Auslagerung der Stadtbücherei, die an Umfang zugenommen hat
   und als wichtiger "Kulturtreffpunkt" auf lange Sicht neu organisiert
   und technisch erweitert werden sollte.Ehemalige Lutherische Schule

 

5. Ehemalige Lutherische Schule

- Der Erwerb des an das Alte Rathaus angrenzenden Gebäudes in der  Hauptstraße sollte seitens der Stadt angestrebt werden, um Raum für eine zeitgemäße Präsentation der Dauerausstellungen und größerer Sonderausstellungen zu schaffen.
 

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