Kinoprogramm Herbst 2026 und Frühjahr 2027

Das erwartet Sie beim KinoKlub im Kulturverein Neckargemünd e.V. im Alten E-Werk, Dilsberger Str. 32, Neckargemünd

Sterben für Beginner (2024)

„Ein Musikmanager bricht mit seinem Partyleben und heuert bei einem Bestattungsunternehmen an, wo er mit unkonventionellen Methoden bei dem traditionell agierenden Chef aneckt. Die tödliche Erkrankung seines besten Freundes wird für den jungen Bestatter zur besonderen Herausforderung, da er die letzten Wünsche des Kranken umsetzen und zwischen schwangerer Freundin und Eltern vermitteln muss. Eine dramatische Komödie nach einer autobiografischen Buchvorlage mit extrem unterschiedlichen Tonlagen zwischen Lockerheit und Ernst, die ausgezeichnete Darsteller und pointierte Dialoge glaubwürdig in der Balance halten können. Bemerkenswert sensibel gelingt auch die unverklärte, aber mit viel Respekt umgesetzte Annäherung an das Thema Tod.“ Aus: www.filmdienst.de

20.11., 20.00 Uhr
Filmlänge 90 Min,  FSK 14, Tragikkomödie
Deutschland

The Quiet Girl(2022)

„Am Ende des Frühjahrs 1981 wird die 9-jährige Cáit zu entfernten Verwandten aufs Land gebracht. Das schweigsame Mädchen soll hier den Sommer verbringen, ohne ihrem Elternhaus zur Last zu fallen. Nur mit den Kleidern, die sie auf dem Leib trägt, zieht sie in das gepflegte Landhaus ein, zu dem eine Allee mit üppig-grünen Bäumen führt. Wann und ob sie wieder nach Hause zurückkehren wird, weiß sie nicht. Die Kinsellas sind hart arbeitende Farmer, die es zu bescheidendem Wohlstand gebracht haben. Eibhlín kümmert sich behutsam und liebevoll um Cáit, gibt ihr Geborgenheit und Nähe. Zu Seán, dem Mann im Haus, ist das Verhältnis distanziert, bis auch er sich von dem Mädchen bei der Arbeit mit den Tieren helfen lässt und sich dem ruhigen Kind langsam öffnet. In der Obhut der Kinsellas blüht Cáit langsam auf und entdeckt ein ganz neues Leben. Doch auch in diesem Haus, wo es so etwas wie Liebe für sie geben könnte, herrscht eine Stille, die sich vom leisen, aber dauernden Schmerz seiner Bewohner ernährt. Inmitten dieser kargen, schönen irischen Landschaft liegt ein Geheimnis verborgen, auf dessen Spuren sich Cáit mit neu gewonnenem Mut und Vertrauen begibt. THE QUIET GIRL ist eine stille Sensation im Kinojahr. Der erste irisch-sprachige Film, der für einen Oscar nominiert wurde, ist eine sanfte und zutiefst hoffnungsvolle Erzählung über Menschen, die versuchen, Schmerz und Einsamkeit hinter sich zu lassen. In großen Kinobildern, die von leuchtenden Farben gesättigt sind, erzählt THE QUIET GIRL davon, wie Liebe und Geborgenheit einen gemeinsamen Raum der Sprachlosigkeit entstehen lassen. Ein starker und intensiver Film der Bilder über eine Menschlichkeit, die sich jenseits von Worten entfaltet.“ Aus: www.neuevisionen.de

11.12., 20.00 Uhr
Filmlänge 94 Min,  FSK 12, Drama
Irland

Am 15. Januar 2027 geht es weiter mit:

Die Ältern (2025)

 „Hannes (Sebastian Bezzel) hat eigentlich alles, was man zum Glücklichsein braucht: eine liebevolle Familie, ein Haus im Grünen und eine solide Karriere als Schriftsteller. Die großen Bestsellerjahre sind zwar vorbei, doch Hannes nimmt das mit stoischer Gelassenheit – er ist einfach gerne Ehemann und Vater. Nur seine Familie sieht das anders: Seiner Frau Sara (Anna Schudt) und den Kindern Carla (Kya-Celina Barucki) und Nick (Philip Müller) geht er mit übermotivierter Fürsorge und Spätboomer-Weisheiten zunehmend auf die Nerven. Und dann kommt alles auf einmal: Der Verlag stellt seine Romanreihe ein, Nicks Aussicht auf das Abitur sieht schlecht aus und Carla beschließt, von Zuhause auszuziehen. Als seiner Frau Sara schließlich eine Auszeit von der Ehe will und mit Tochter Carla eine WG gründet, steht Hannes’ Wohlfühlwelt endgültig Kopf. Er kapituliert – bis er Vanessa (Judith Bohle) begegnet. Gelingt es ausgerechnet ihr, Hannes endlich aus seiner Comfort Zone zu kicken?“ (Aus: https://constantin.film/news)

15.01.2027, 20 Uhr
Filmlänge 104 min, FSK 6, Komödie, Literaturverfilmung, Deutschland

Das kostbarste aller Güter (2024)

„Animationsfilm über ein Baby, das von seinem Vater auf dem Weg nach Auschwitz aus dem Zug geworfen wird, um es vor dem sicheren Tod zu bewahren. Eine polnische Holzfällerfrau findet das Mädchen und zieht es auf. Nach anfänglichem Widerstand schließt es auch ihr Mann ins Herz. Doch dann erfahren Nachbarn von dem versteckten jüdischen Kind. Eine märchenhaft anmutende Romanverfilmung, die dem schlimmsten menschlichen Tun, dem Holocaust, das bestmöglichste Handeln gegenüberstellt: die bedingungslose Liebe. Ein betont einfach erzählter, warmherziger Film mit humanistischer Botschaft. Mitreißend sind zudem die Schönheit und Intensität der von Hand gemalten Bilder, die die Universalität der Geschichte betonen. Nur bei der musikalischen Untermalung wird teilweise zu dick aufgetragen.“ Aus: www.studiocanal.de

19.02.2027, 20.00 Uhr
Filmlänge 81 Min,  FSK 12, Animation, Literaturverfilmung, Frankreich, Belgien

Das Flüstern der Wälder (2026)

„Geduld ist die wichtigste Eigenschaft, die Michel Munier auf seinen Streifzügen tief in die alten, moosbedeckten Wälder der Vogesen mitbringen muss. Mit Rucksack, Stock und einer warmen Jacke ausgestattet, zieht es ihn immer wieder tief hinein in die Stille des Waldes, zu einem ganz besonderen Ort: einer Tanne, die zu seinem Versteck geworden ist. Unter ihren Ästen scheint der alte Mann mit der Natur zu verschmelzen. Über achthundert Nächte hat er dort verbracht, lauschend, beobachtend - immer auf der Suche nach Füchsen, Rehen, Hirschen, Luchsen und dem geheimnisvollen König der Wälder: dem Auerhahn. Sein Sohn Vincent teilt die Faszination des Vaters seit seinem zwölften Lebensjahr. Von ihm hat er gelernt, die Spuren der Tiere zu lesen, kennt die Plätze, an denen sie fressen, wo sie jagen, ihre Nester bauen und schlafen. Gemeinsam mit Vincents Sohn Simon begibt sich das Familien-Trio auf eine Reise in die atemberaubende Schönheit der Natur. Nach der mit einem César ausgezeichneten Natur-Doku DER SCHNEELEOPARD gelingt es dem französischen Wildtierfotograf und Dokumentarfilmer Vincent Munier mit DAS FLÜSTERN DER WÄLDER, nicht nur die visuelle Pracht, sondern auch die poetischen Klänge des Waldes einzufangen. Sein Film ist eine Ode an Flora und Fauna der Vogesen, ein Brückenschlag zwischen Vater, Sohn und Enkel, zwischen Mensch und Natur, zwischen Fotografie und Film, zwischen Tag und Nacht, zwischen Persönlichem und Universellem.“ Aus: www.pandorafilm.de

23.04.2027, 20.00 Uhr
Filmlänge 100 Min,  FSK 12, Dokumentarfilm, Naturfilm, Frankreich

Abgedreht (2008)

„Eine Videothek gerät in Bedrängnis, als an dem Haus, das sie beherbergt, teure Sanierungsmaßnahmen fällig werden. Während der Besitzer auf Reisen geht, muss sein Mitarbeiter eine weitere Krise bewältigen: Sein Kumpel löscht unabsichtlich sämtliche Videos. Um die Kundschaft trotzdem zufrieden zu stellen, drehen sie eigene Versionen diverser Hollywood-Filme. Eine wunderbare Liebeserklärung ans Kino sowie auch an den Jazz, die durch Michel Gondrys Ideenreichtum und spielfreudige Darsteller dramaturgische Holprigkeiten schnell vergessen lässt, sich komödiantisch gegen Konformismus wendet sowie Kreativität und Solidarität feiert.“ Aus: www.filmdienst.de

23.04.2027, 20.00 Uhr
Filmlänge 101 Min,  FSK 14, Komödie, USA

Der talentierte Mr. Ripley (1999)

„Ein junger mittelloser Amerikaner wird von einem Millionär beauftragt, dessen müßiggängerischen Sohn aus Italien heim zu holen. Der verlockende Ausflug mündet jedoch rasch in einer Faszination durch Reichtum und Schönheit sowie in die Obsession, beides für immer besitzen zu wollen. Ein sehr frei nach dem gleichnamigen Roman von Patricia Highsmith entstandener psychologischer Kriminalfilm, dessen anfänglich lockere und fantasievolle Erzählweise zunehmend einer schwergewichtigen Psychologisierung weicht. Dieser hält die zugrunde liegende Kriminalhandlung auf Dauer kaum stand. Bestechend fotografiert, reizvoll im vielschichtigen Einsatz der Musik.“ Aus: www.filmbankmedia.com

04.06.2027, 20.00 Uhr
Filmlänge 139 Min,  FSK 12, Krimi, Literaturverfilmung, USA